Aharon Appelfeld, Geschichte eines Lebens
Aharon Appelfelds Autobiografie ist auch eine beeindruckende Reflexion über die Grenzen des Erzählbaren – und deren Überwindung.
Aharon Appelfelds Autobiografie ist auch eine beeindruckende Reflexion über die Grenzen des Erzählbaren – und deren Überwindung.
Darf ich bekannt machen: Cassandra, schillernd, überspannt, brillant – und eine unvergessliche Figur der Literaturgeschichte.
Die sich über vier Jahrhunderte erstreckende Biografie des/der Adeligen Orlando rund um die Pointe der spontanen Geschlechtsumwandlung ist eine Herausforderung für den Leser.
In seinem neuen Roman erzählt T. C. Boyle auf unterhaltsame, doch leider nicht gewohnt bissige Weise ein Stück amerikanischer Kulturgeschichte rund um die charismatische Figur des LSD-Gurus Timothy Leary.
Dieser eindringliche Roman über Siamesische Zwillinge geht durch Mark und Bein.
Arno Geiger berichtet von der Alzheimer-Erkrankung seines Vaters – licht, leicht, respektvoll und versöhnlich. Doch mir fehlen die Widerhaken und Untiefen.
Vita Sackville-West ist in die Literaturgeschichte eingegangen – als Muse von Virginia Woolf. Mit ihrem eigenen Roman „Unerwartete Leidenschaft“ hingegen kann sie keinen Klassiker-Status für sich beanspruchen.
Literarisch raffiniert, für mich aber zu unterkühlt und auch etwas wohlfeil ist Thomas Glavinics Krimi- und Mediengroteske.